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Der Bunker

Wer darüber plauderte, wurde erschossen

Seit etwa 70 Jahren war anscheinend niemand mehr dort unten. Der Bunker mit einem 10 Meter langen Gang und einem Raum von 20 Quadratmetern ging offenbar völlig vergessen. Über die Anlage weiss jedenfalls niemand Bescheid. Militärhistoriker Jürg Stüssi hat eine Erklärung: Es handle sich dabei wohl um einen unterirdischen Kommandoposten der ersten Division aus dem Zweiten Weltkrieg. Er gehörte offenbar zur sogenannten Limmatverteidigungsstellung. Dass bis jetzt niemand davon wusste, ist kein Wunder. Stüssi: Wen man beim Weitergeben von Plänen solcher Anlagen erwischte, den hat man zu Kriegszeiten erschossen. (noo)

Text aus dem Blick

Merkwürdig: Jürg Dutly stellt fest, dass sich der Parkplatz vor dem Haus seiner Mutter in Remetschwil AG immer mehr senkt. Er entschliesst sich, dem Problem mit einem Bagger zu Leibe zu rücken. Doch er kommt nicht weit. Wir dachten zuerst, wir seien auf einen Findling gestossen , sagt Dutly zum TV-Sender TeleM1 . Tatsächlich ist es ein Bunker aus Kriegszeiten. Im Innern findet der Mann Abfall, der auf eine militärische Verwendung der Anlage hindeutet: Deckel von Bratbutter- und Ovomaltine-Dosen, eine leere Hero-Büchse.